Die Schufa
Die Schufa (Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung) ist ein Unternehmen, welches als Hauptaufgabe hat, den Kreditgebern zu verraten, ob ein Kunde in so weit vertrauenswürdig ist, dass man ihm Geld leihen kann. Wenn Sie in die Bank gehen und um einen Kredit bitten, wird vom Kreditinstitut eine kostenpflichtige Anfrage an die Schufa gestellt, woraufhin ein sogenannter Scoring-Wert berechnet wird, der angibt, wie vertrauenswürdig Sie sind. Diese Berechnung geschieht nach einem geheimen Prinzip. So wird gewährleistet, dass ihre persönlichen Daten und Informationen über ausstehende Schulden nicht in die Hände des Anfragestellenden geraten, aber dennoch beim bewilligen eines Kredites in die Entscheidung mit einbezogen werden können. Das Verfahren nennt man Bonitätsprüfung. Anfragen zu fremden Personen können nur von Vertragspartnern, wie z.B. den Sparkassen gestellt werden. Die Vertragspartner beliefern die Schufa im Gegenzug (neben den Gebühren) immer mit frischen Informationen. Natürlich nur mit Zustimmung des Kunden. Privatpersonen können sich nur über ihren eigenen Eintrag informieren. Wenn sie in der Schufa eingetragen sind, werden ihre Daten gelöscht, sobald über einen Zeitraum von drei Jahren alle Kredite zurückbezahlt sind. Bei Minderjährigen geschieht dies sofort nach der Zurückzahlung. Ein weiterer Service der Schufa ist die Altersprüfung, mit der schnell festgestellt werden kann, ob ein Kunde minderjährig ist, um die Lieferung von nicht jugendfreien Produkten an Kinder und Jugendliche zu verhindern. Das Unternehmen wurde 1927 von Walter Meyer, seinem Bruder Kurt Meyer und Robert Kauffmann in Berlin gründet. Mit der Zeit bildeten sich zahlreiche Schufa-Gesellschafen in ganz Deutschland. Im Jahr 2000 wurden die Unternehmen zur AG. Kurz darauf wurden alle Schufa-Gesellschaften 2002 zur Schufa Holding AG vereinigt.